Cannabis als Medizin


Bald Verordnung auf Rezept möglich
Cannabis als Medizin

Inwiefern Substanzen der Cannabispflanze für therapeutische Zwecke legalisiert werden sollen, wird in der Öffentlichkeit schon lange diskutiert. Ein neuer Gesetzesentwurf erleichtert Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen den Zugang zu Cannabisarzneimitteln.

Ein legaler Bezug von Cannabisblüten und -extrakten zur therapeutischen Anwendung war bisher nur im Einzelfall möglich. Schwerkranke Patienten mussten beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Antrag stellen, um eine Ausnahmeerlaubnis zu erhalten.

Erleichterter Zugang zu Cannabissubstanzen

Jetzt hat das Bundeskabinett Änderungen bei der Versorgung von schwerkranken Patienten mit Cannabisarzneimitteln beschlossen. Schwerkranke Menschen, die keine Therapiealternative haben, können nach ärztlicher Verordnung getrocknete Cannabisblüten und -extrakte in standardisierter Qualität in der Apotheke erhalten. Eine Ausnahmeerlaubnis vom BfArM ist nicht mehr notwendig. Dies gilt auch für die Therapie mit den Fertigarzneimitteln Marinol® und Nabilon®, die die Cannabisinhaltsstoffe (Cannabinoide) Dronabinol (Tetrahydrocannabinol) und Nabilon (von Tetrahydrocannabinol abgeleiteter Stoff mit ähnlicher Struktur) enthalten.

Krankenkassen übernehmen Kosten

„Unser Ziel ist, dass schwerkranke Menschen bestmöglich versorgt werden. Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann“, kommentiert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Änderung der Vorschriften.

Cannabis lindert im Einzelfall chronische Schmerzen

Zu den Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen, die von Cannabisarzneimitteln profitieren, gehören beispielsweise Personen mit chronischen Schmerzen. „Bemerkenswert ist, dass in Einzelfällen speziell ausgewählte Patienten, bei denen die gebräuchlichen Schmerzmittel versagen, von der Anwendung der Cannabinoide sehr stark profitieren“, kommentiert Prof. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. Eine Schmerztherapie mit Cannabis sollte jedoch niemals als alleiniges Behandlungsverfahren angewendet werden, sondern nur ergänzend zu anderen Methoden, ergänzt Prof. Schäfer.

Allgemeine Legalisierung von Cannabis ausgeschlossen

Darüber hinaus sieht die Gesetzesänderung vor, dass der medizinische Einsatz der Hanfpflanze weiterhin erforscht wird. Dafür übermittelt der Arzt an das BfArM die anonymisierten Daten des Patienten, den er mit Cannabis behandelt. Von einer künftigen Legalisierung sieht Marlene Mortler, Drogenbeauftrage der Bundesregierung, jedoch ab. „Cannabis ist keine harmlose Substanz, daher darf es auch keine Legalisierung zum reinen Privatvergnügen geben. Es ist für die medizinische Anwendung gedacht. Wir nutzen also das Potential, ohne die Gesundheit der Menschen aufs Spiel zu setzen. Das ist moderne Drogen- und Gesundheitspolitik.“

Weitere Informationen zu Cannabisarzneimitteln finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

News

Ingwer für das Immunsystem
Ingwer für das Immunsystem

Stimulation der weißen Blutkörperchen

Ob in Getränken oder Speisen: Ingwer hat sich in der deutschen Küche einen festen Platz erobert. Die scharfe Knolle schmeckt aber nicht nur, sondern leistet auch als Heilpflanze gute Dienste – etwa indem sie das Immunsystem anregt.   mehr

Ist Low Carb besser als andere Diäten?
Ist Low Carb besser als andere Diäten?

Blick in Studien

Low-Carb-Diäten basieren auf dem Prinzip, möglichst wenig Kohlenhydrate zu essen. Mit dieser Methode lässt sich ziemlich sicher Gewicht reduzieren. Fraglich ist aber, ob Low Carb besser funktioniert als andere Diäten.   mehr

Stillen: Am besten 12 Monate lang
Stillen: Am besten 12 Monate lang

Gut für Mutter und Kind

Stillen ist gut für Mutter und Kind. Eine neue Leitlinie fasst die wichtigsten Empfehlungen rund ums Stillen zusammen.   mehr

Alarmzeichen bei Rückenschmerzen
Alarmzeichen bei Rückenschmerzen

Nachts oder von Fieber begleitet

Rückenschmerzen sind weit verbreitet – und zum Glück meist harmlos. In manchen Fällen können allerdings ernste Erkrankungen dahinterstecken. Bei bestimmten Warnzeichen sollte man zügig eine Arztpraxis aufsuchen.   mehr

10 Tipps fürs Wandern im Alter
10 Tipps fürs Wandern im Alter

Richtig planen!

Wandern ist ein wahrer Jungbrunnen: Es tut Herz und Gehirn gut, bessert Haltung und Trittsicherheit und baut Stress ab. Das gilt auch für ältere und alte Menschen. Damit sie von den Vorteilen des Wanderns profitieren, sollten einige Regeln beachtet werden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Antonius-Apotheke Gerlingen
Inhaberin Katrin Fischer
Telefon 02762/9 30 10
Fax 02762/93 01 15
E-Mail info@antonius-apotheke-wenden.de