Maritime Kost für Stillende


Fisch schützt Babys vor Neurodermitis
Maritime Kost für Stillende

Welches Nahrungsmittel ist wichtig für Stillende? Fisch! Über maritime Kost versorgen Mütter ihre Säuglinge mit wertvollen Omega-Fettsäuren und Jod. Ernährungsexperten empfehlen stillenden Frauen zwei Fischmahlzeiten pro Woche.

Stillende, die viel Fisch essen, schützen ihren Säugling vor Allergien. Die martime Kost enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren, „die vorbeugend gegen alle allergische Erkrankungen wirken“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Folglich neigen Stillkinder von Fischliebhaberinnen weniger zu Heuschnupfen und Neurodermitis. Mehrere Studien haben diesen Zusammenhang bereits bewiesen.

Seelachs und Sardinen schützen vor Neurodermitis

Die offizielle Leitlinie zur Allergieprävention rät Stillenden, mindestens zweimal pro Woche Fisch zu essen. Als Lieferant für Omega-3-Fettsäuren eignen sich fette Meerfische wie Hering, Makrele, Seelachs und Sardinen. Weniger empfehlenswert sind Thunfisch, Hai und Lachs. Die Raubfische stehen am Ende der Nahrungskette, weshalb sie besonders stark mit dem Nervengift Quecksilber belastet sind. Wer sich nicht zum Fischessen überwinden kann, greift zu Fischölkapseln. Bedingung ist, dass das Nahrungsergänzungsmittel mindestens 200 mg der Omega-3-Fettsäure DHA enthält.

Jod sichert Entwicklung des Säuglings

Mit dem Fisch kommt noch ein weiterer Inhaltstoff auf den Teller: Jod. Das ist wichtig, denn bei einem Jodmangel drohen Säuglingen schnell körperliche und geistige Entwicklungsverzögerungen. „Um eine ausreichende Jodversorgung zu gewährleisten, sollten Frauen während der Stillzeit Jodsalz verwenden und Jodtabletten (100 Mikrogramm pro Tag) einnehmen,“ empfiehlt Dr. Fegeler. „Wenn allerdings Schilddrüsenprobleme bekannt sind, ist eine vorherige ärztliche Beratung unerlässlich“, warnt der Kinderarzt. Stillende, die ihren Jodbedarf über getrocknete Algen und Tang decken, riskieren eine Schilddrüsenüberfunktion.

Kinder- und Jugendärzte im Netz

Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde

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