Antidiabetika schützen das Herz


Verringertes Infarktrisiko
Antidiabetika schützen das Herz
mauritius images / Science Photo Library

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.

Arteriosklerose mit schweren Folgen

Ein Großteil der Typ-2-Diabetiker*innen leidet zusätzlich zum Zucker auch an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Arteriosklerose, also die Verkalkung und Verengung der Blutgefäße. Sie kann zu Angina pectoris (Brustschmerzen), Herzinfarkten und Schlaganfällen führen und erklärt dadurch die erhöhte Sterblichkeitsrate von Menschen mit Diabetes.

In den letzten Jahren wurde zunehmend untersucht, ob bestimmte antidiabetische Medikamente nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse verringern können.

US-amerikanische Forschende haben dazu nun die Daten von knapp 300 000 Patient*innen mit einem Typ-2-Diabetes ausgewertet. Ziel war herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen schweren Ereignissen (Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislaufbedingter Tod) und vier verschiedenen antidiabetischen Substanzklassen gab. Dafür teilten sie die Patient*innen je nachdem, welches Antidiabetikum sie einnahmen, in Gruppen und verglichen diese bezüglich der Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Begleiterkrankungen mit entscheidend

Den Ergebnissen zufolge boten GLP-1-Rezeptoragonisten den stärksten Schutz. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören zum Beispiel Liraglutid und Semaglutid. Auch SGLT2-Hemmer (die sogenannten Gliflozine), Sulfonylharnstoffe und DPP-4-Inhibitoren (Gliptine) konnten schweren Herz-Kreislauf-Ereignissen vorbeugen, allerdings etwas weniger ausgeprägt als es die GLP-1-Agonisten taten. Metformin, Insulin und Glitazone wurden in dieser Analyse nicht berücksichtigt.

Wie stark GLP-1-Rezeptoragonisten im Vergleich zu SGLT2-Hemmern schützten, hing allerdings stark davon ab, wie alt die Personen waren und ob sie bereits Gefäß-, Herz- oder Nierenprobleme hatten, betonen die Forschenden. Diese individuellen Faktoren müssen bei der Wahl des richtigen Medikaments ebenso berücksichtigt werden wie dessen Fähigkeit, den Blutzucker zu regulieren und das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen zu senken.

Quelle: Springer Medizin

News

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.   mehr

Strategien gegen die Atemnot
Strategien gegen die Atemnot

Angst vor dem Ersticken

Atemnot kann den Alltag stark einschränken und vielen Betroffenen Angst machen. Doch es gibt Möglichkeiten, besser mit den Beschwerden umzugehen und den Teufelskreis aus Luftnot und Anspannung zu durchbrechen.   mehr

Vitamin-A-Mangel vorbeugen
Mutter und Kind mit frisch geernteter Karotte. Bei aller Begeisterung für Veganismus dürfen gerade bei Kindern die Vitamine nicht vergessen werden.

Für Schwangere und Veganer*innen

Wer regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fleisch isst, braucht sich um seinen Vitamin-A-Haushalt keine Gedanken zu machen. Doch wie sieht das bei veganer Ernährung aus? Und was müssen Schwangere beachten?   mehr

Blut spenden hilft allen

Frau sitzt in einem Sessel und spendet Blut.

Mangelware Blut

Ob bei einer Operation, bei Geburtskomplikationen oder einem schweren Unfall -Bluttransfusionen können Leben retten. Damit genügend davon zur Verfügung steht, müssen Gesunde Blut spenden. Doch wer ist dafür geeignet, und was muss man darüber wissen?   mehr

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Antonius-Apotheke Gerlingen
Inhaberin Katrin Fischer
Telefon 02762/9 30 10
Fax 02762/93 01 15
E-Mail info@antonius-apotheke-wenden.de