Transparenz im Gesundheitswesen


Mehr Vernetzung optimiert Therapie
Transparenz im Gesundheitswesen

Zu viele Psychopharmaka für Kinder und reichlich Medikamente gleichzeitig für Senioren – das sind zwei Ergebnisse des Arzneimittelreports 2013 der BARMER GEK. Die Krankenkasse fordert eine bessere elektronische Vernetzung, damit Ärzte und Apotheker sich über die Arzneimitteltherapie ihrer Patienten leichter informieren können.

Viele Antipsychotika für Teens

Forscher der Universität Bremen analysierten im Auftrag der BARMER GEK die Daten von mehreren Millionen Versicherten. Dabei zeigten sich die Wissenschaftler besorgt über die hohen Verordnungszahlen von Antipsychotika für Kinder und Jugendliche. Von 2005 bis 2012 nahmen die Verschreibungen von Antipsychotika um 41 Prozent zu, besonders in der Altersgruppe der 10–14-Jährigen. „Eine medizinische Erklärung dafür lässt sich nicht direkt herleiten“, berichtet der Versorgungsforscher Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen. Studien zeigen keinen Anstieg psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Auch die gängigen Therapieempfehlungen hätten sich nicht geändert.

Mit elektronischer Vernetzung gegen riskante Multimedikation

Kritsch bewerteten die Autoren auch die Multimedikation bei Senioren. Ein Drittel der Versicherten über 65 Jahren ist von Polypharmazie betroffen – nimmt also täglich mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffe ein. Männer dieser Altersgruppe schlucken durchschnittlich 7,3 Wirkstoffe pro Tag, Frauen 7,2. „Darunter leidet vor allem auch die Therapietreue“, betont Prof. Dr. Glaeske. Nehmen Patienten mehrere Medikamente ein, passiert es eher, ein Medikament zu vergessen.

„Gerade die Ergebnisse der Polypharmazie zeigen, dass wir dringend mehr Vernetzung und Transparenz im Gesundheitswesen brauchen“, resümiert Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK. „Hätten wir die elektronische Gesundheitskarte, das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte, hätten behandelnde Ärzte und auch Apotheker einen viel besseren Überblick über die Arzneimitteltherapie.“ Die riskante Einnahme mehrerer Medikamente ließe sich dadurch besser steuern und – wenn möglich – vermeiden.

News

Superfood Hülsenfrüchte
Eine Frau zeigt Hülsenfrüchte, die sie geerntet hat.

Das steckt in Linsen, Bohnen, Erbsen & Co.

Wer Nahrungsmittel mit „Superkräften“ sucht, muss nicht unbedingt zu Chia-Samen, Quinoa oder anderen Import-Nahrungsmitteln greifen. Richtig viele gesunde Inhaltsstoffe haben auch unsere heimischen Hülsenfrüchte.   mehr

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Kann man Antidepressiva absetzen?
Kann man Antidepressiva absetzen?

Wieder bessere Stimmung

Beschwerden weg, Medikament absetzen? So einfach ist das bei Depressionen leider nicht. Die Rückfallquote ohne Einnahme von Antidepressiva ist hoch. Allerdings hängt sie davon ab, welche Strategie dabei gefahren wird.   mehr

Infektionen als Reisesouvenir
Infektionen als Reisesouvenir

Von Ruhr bis Malaria

Reiserückkehrer bringen nicht nur Eindrücke und Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause. Manchmal werden bei der Heimkehr nach Deutschland auch Infektionen und Krankheiten eingeschleppt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Antonius-Apotheke Gerlingen
Inhaberin Katrin Fischer
Telefon 02762/9 30 10
Fax 02762/93 01 15
E-Mail info@antonius-apotheke-wenden.de