Wenn die Beine nicht stillhalten


Opium bei Restless-Legs-Syndrom
Wenn die Beine nicht stillhalten

Das Restless-Legs-Syndrom gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. In vielen Fällen helfen die Standardarzneien nicht. Forscher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) haben eine Wirkstoffkombination getestet, die Linderung verschaffen soll.

Neue Alternativ

eDie erste Wahl bei einem gesteigerten Bewegungsdrang in den Beinen ist die Einnahme von Dopaminagonisten. Doch nicht alle Patienten sprechen auf diese Therapie an. Deswegen haben Forscher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler der Universität Vanderbilt Tennesse eine Studie durchgeführt, welche die Wirkung von opiumhaltigen Arzneistoffen bei Restless-Legs-Syndrom (RLS) untersuchte. „Die Besserung, die hier erzielt wurde, ist viel größer als mit den meisten zugelassenen RLS-Arzneien“, so Arthur Walter von der Vanderbilt Universität.

Signifikante Besserungen

An der Studie nahmen 306 Patienten mit RLS teil. Sie litten im Schnitt seit 10,3 Jahren an dem Syndrom. Auf einer Skala bewerteten die Wissenschaftler den Grad der Krankheit als „sehr schwer“. Die Probanden nahmen zwei Mal täglich entweder ein Opiat oder ein Placebo ein.

Nach zwölf Wochen verbesserte sich der Wert der Opiat-Gruppe auf den Schweregrad „moderat“, bei der Placebo-Gruppe lediglich auf „schwer“. Nach weiteren 40 Wochen verringerte sich der Schweregrad der Opiat-Gruppe sogar auf „mild“. Außerdem verbesserte sich die Schlaf- und Lebensqualität der Teilnehmer. „Diese Daten sind besonders überzeugend, weil an der Studie Patienten teilnahmen, die auf andere Behandlungen nicht mehr ausreichend ansprachen“, erklärt Walter.

Leichte Nebenwirkungen

Bei 73 Prozent der Probanden traten Nebenwirkungen auf, wie Übelkeit oder Beschwerden im Verdauungstrakt. Die Forscher untersuchten zudem Anzeichen von physischer und psychischer Abhängigkeit. Bei 176 Patienten traten nach etwa zwölf Wochen Entzugserscheinungen auf. Die Forscher wollen in weiteren Studien herausfinden, ob eine zukünftige Behandlung mit opiumhaltigen Mitteln eine Alternative zur herkömmlichen Vorgehensweise bei RLS bietet und wie sich Nebenwirkungen verringern lassen.

News

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Kann man Antidepressiva absetzen?
Kann man Antidepressiva absetzen?

Wieder bessere Stimmung

Beschwerden weg, Medikament absetzen? So einfach ist das bei Depressionen leider nicht. Die Rückfallquote ohne Einnahme von Antidepressiva ist hoch. Allerdings hängt sie davon ab, welche Strategie dabei gefahren wird.   mehr

Infektionen als Reisesouvenir
Infektionen als Reisesouvenir

Von Ruhr bis Malaria

Reiserückkehrer bringen nicht nur Eindrücke und Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause. Manchmal werden bei der Heimkehr nach Deutschland auch Infektionen und Krankheiten eingeschleppt.   mehr

Wenn die Linse zwickt
Junge hält eine Kontaktlinse

Helfen Augentropfen bei Kontaktlinsenproblemen?

Viele Kontaktlinsenträger*innen kennen es: Die Augen sind trocken, gereizt oder man hat ein Fremdkörpergefühl. Manche nutzen dagegen Augentropfen. Doch helfen diese auch wirklich?   mehr

Blutdruck messen - aber richtig!
Blutdruck messen - aber richtig!

Kardinalfehler vermeiden

Den Blutdruck selbst zu messen ist für viele Menschen Routine. Automatische Blutdruckmessgeräte für zuhause sind aber nur vermeintlich leicht zu bedienen – denn einige Regeln müssen auch hier beachtet werden, um verlässliche Werte zu erhalten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Antonius-Apotheke Gerlingen
Inhaberin Katrin Fischer
Telefon 02762/9 30 10
Fax 02762/93 01 15
E-Mail info@antonius-apotheke-wenden.de